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Wolkentor-Verlag |
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Hans-Joachim Drews |
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Vom Ausbruch aus den Zwängen, den bewußten und unbewußten, ist die Rede in diesem Buch, aber auch von Verbitterung und Verärgerung. Doch immer wieder taucht in den Gedichten und Aphorismen die Hoffnung als Thema auf. Verbitterung und Freude stehen gleichbedeutend nebeneinander. In diesem Buch werden Gefühle beschrieben, gute wie negative; und sie sind teils ironisch, teils ein wenig naiv, teils aber auch aggressiv verpackt. Bernd Lohse ermuntert den Leser mit seinem Buch dazu, seine Gefühle zu leben, anstatt diese zu verdrängen oder zu kontrollieren. Passend zu den Gedichten wählte der Autor eigene Fotos aus, die in sich bereits Gedichte ohne Worte sind. Manchmal möchte ich einfach ... Manchmal möchte ich einfach sitzenbleiben und Wurzeln schlagen. Nicht aufstehen, nur den Wind wüten und den Regen stechen lassen. Dann möchte ich träumen, und träumen und nicht aufstehen müssen. Einfach den Kopf drehen und schauen, was um mich herum lebt. Ja, manchmal möchte ich einfach sitzenbleiben.
Schulden Was ich mir nicht leisten kann, das steht mir auch nicht zu. Über meine Verhältnisse leben heißt: mir gegenüber unehrlich sein. Schulden machen heißt: auf Kosten anderer leben. Und doch kann ich mir viel leisten, nicht kaufen, aber leisten. Da ist die Ruhe, die ich mir leisten kann, da ist das Genießen, die eigene Meinung kann ich mir leisten und die Liebe, die Rücksicht, den Glauben und das Dichten. Von all dem kann ich mir viel leisten, ohne je über meine Verhältnisse zu leben. Von all dem sollte ich mir viel leisten und mich nicht zum Schuldenmachen zwingen lassen. Warum also das Streben nach dem, was ich mir nicht leisten kann? Vielleicht, weil jemand anders von meinen Schulden lebt und fett wird und mich falsch anlächelt.
© 1981 Bernd Lohse
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