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Wolkentor-Verlag |
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Hans-Joachim Drews |
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Einleitung: Anregung zum Fahren
Viele Millionen Menschen haben in den letzten Jahren ein „Erfahrungsfeld“ besucht - oder wie immer sich die Einrichtung, der Ort, die Ausstellung im einzelnen Fall genannt haben mag: wie in diesem Buch zu ersehen ist, gibt es keinen Mangel an kreativen Bezeichnungen für diese recht individuell gestalteten „Museen der anderen Art“. Sie alle haben eines gemein: mehr oder weniger bewusst fußen sie auf den Vorarbeiten des 1984 verstorbenen Hugo Kükelhaus. Neben seinen immensen künstlerischen, pädagogischen und philosophischen Leistungen ist es heute ganz besonders seine Idee eines Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne, die sich in immer weiteren Gebieten Bahn bricht. Dabei sind sich vielleicht nicht alle Werbeleute, die mal so eben „alle Sinne“ bemühen, im klaren, auf wen die Beschäftigung mit den Sinnen zurückzuführen und in welcher Tiefe sie gemeint ist. Tatsache ist, dass die Sinne - und als logische Folge das Denken - in einem Masse öffentliches Thema geworden sind, wie sie es in der Geschichte noch nie waren. Vor allem Hugo Kükelhaus ist es zu verdanken, dass sie an den genannten Orten nicht theoretisch behandelt, sondern praktisch erfahrbar und damit auch erforschbar zugänglich gemacht werden. Die damit verbundene Leistung für eine wirklich demokratische Erziehung ist gar nicht hoch genug einzuschätzen - gibt sie doch in einer Welt von Spezialisten-Gläubigkeit die Urteilsfähigkeit und Mündigkeit dorthin zurück, wo sie einzig richtig aufgehoben ist: zum einzelnen Menschen. Es ist wie mit dem Küssen - man muss es tun.
mehr über den Autor unter: http://www.waltersiegfriedhahn.de/index.html
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Der Sinn des Erfahrungsfeldes ist: Wahrnehmen was ist. Mit allen Sinnen wahrnehmen was ist. Das muss dazu gesagt werden, denn allzu sehr nehmen wir als Synonym für wahrnehmen SEHEN. Sogar Blinde sagen „Schau´n wir mal“ und „Auf Wiedersehen“. Mit allen Sinnen, das bezieht im obigen Beispiel vor allem die Sinne für Gleichgewicht und Bewegung mit ein. Mit den unterschiedlichen Stationen dient das Erfahrungsfeld der Entfaltung der Sinne, aber eben auch der Entfaltung verschiedener Sinne. Was sich wie nebenbei ergibt, ist so etwas wie die Entfaltung von Sinn. Daher die therapeutische Dimension des Erfahrungsfelds. Viele Menschen fühlen sich nach ein paar Stunden Spiel mit den Stationen an etwas erinnert, „was es auch noch gibt“ und „was wirklich wichtig ist“. Insofern sorgen die Erlebnisse mit und die individuellen Erkenntnisse aus dem Erfahrungsfeld dafür, dass viele nicht mehr als die selben herausgehen, als die sie hineingegangen sind. Kinder erkennen ihre Eltern nicht mehr wieder. Fremde spielen und reden miteinander. Wenigstens für ein paar Tage sehen sie die Welt anders, sehen das Blau des Himmels, sehen Strömungsformen in Drecklachen, hören Vögel und Autos, nehmen die Bewegungen ihrer Kinder wahr und wenn sie jemand sprechen hören, verstehen sie plötzlich wer derjenige ist. Bei erstaunlich vielen bleibt mehr hängen und viele verschiedene Impulse entstehen von einer anderen Gesprächsführung mit den Kollegen bis zum Aufbau neuer Erfahrungsfelder. Die Methode, wahrnehmen was ist und begreifen was wahr ist, lässt sich überall verwenden. In Kindergarten und Schule, bei Wohnen und Arbeiten, Essen und Trinken, in Politik und Psychologie, innen und außen. Erkenne Dich selbst
Mehr über das "Hugo Kükelhaus-Jahr 2009": |
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Das Buch hatte ich schon am Freitag in der Post - und habe es quasi verschlungen, wollte am liebsten gleich losreisen!!! Nun das wird sich hoffentlich bald ermöglichen lassen, da ich genau wegen des Erfahrungsfeldes schon letztes Jahr nach Nürnberg wollte. Das Thema Sinnes-entwicklung und Erlebnisfähigkeit, speziell im schuli-schen Zusammenhang, interessiert mich sehr. Vielen Dank also für die gute Lektüre. ___
Die ersten Seiten haben mich tief berührt. Besonders die Beschreibung des ersten Eindrucks wirken immer noch in mir. Mir wurde bewußt wieviel ich noch zu lernen und zu erfahren habe. _____
Ich bin BEGEISTERT von Ihrem Buch! Es ist rundum gelungen, wie ich finde! Sehr, sehr informativ. Übersichtlich. Und vor allem: Es macht Lust darauf, all das zu erleben, was Sie beschreiben! Einfach wunderbar! Herzlichen Glückwunsch dazu!
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Habe aber selbst schon mal gelesen, hat mir sehr gut gefallen, besonders Dein Nachwort zum Schluss und natuerlich die Beschreibungen der Stationen. Faszinierend, dass die Amerikaner bisher noch kein Erfahrungsfeld geoeffnet haben -- aber das wird sich ja nun in East Troy bald aendern! Das Buch ist uebrigens auch sehr schoen produziert, mit all den Farb-Fotos usw.
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